Im Schach gibt es vier Hauptelemente, von denen drei allgemein bekannt und offensichtlich sind:
Material, Raum und Zeit
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Man kann dies jetzt noch etwas mehr aufschlüsseln, so dass es total einsichtig wird:
Raum = der Ort des Geschehens, also das Schachbrett
Material = die Figuren
Zeit = die Züge
Man kann dies auch als eine Metapher des menschlichen Lebens verstehen:
Wir als Menschen ("Material") bewegen uns eine Zeitlang ( Zeit) auf der Erde ( Raum)
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Was aber nun ist das vierte Element?
Analog dem menschlichen Leben, wo es das Zusammenleben mit anderen Menschen (und Umwelt) ist , ist es laut GM Suetin, ehemaliger Trainer meherer Weltmeister, das Zusammenspiel der Figuren.
Und diesen Punkt möchte ich nun im Folgenden näher beleuchten
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Hier in dieser kleinen Studie mag der erste Eindruck täuschen. Die Eroberung des f-Bauern mittels Sh4 und Sxf5 würde nicht zu einem Gewinn führen, sondern nur zu einem elementaren Remis -Bauernendspiel
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(Alternativ könnte Schwarz den Läufer auch für den f-Bauern "aufsparen")
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Der Weg zum Sieg ist ein Anderer. Weiß nutzt die schlechte Stellung des Läufers aus.
1. Kh6!
Dies zwingt den schwarzen König in die Ecke
1. ... Kh8
2. Sh4!!
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2. ... Kg8
Wir sehen hier, dass Weiß hier das Zusammenspiel seiner beiden Figuren optimiert, während die beiden schwarzen Figuren sich gegenseitig behindern
3. Sf3 Kh8
4. Se5!
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4. ... Kg8
5. Sc6! Kh8
6. Se7!
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Wir sehen an diesem kleinen Beispiel, wie das gute Zusammenspiel der weißen Figuren im Gegensatz zum passiven Figurenspiel des Schwarzen hier zum spielentscheidenden Faktor wurde.-
Was hier im Kleinen gezeigt wurde, gilt natürlich auch im Großen
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